Zweites Gleis auf der Nordwestbahn

Der Streckenabschnitt auf der Nordwestbahn zwischen Hollabrunn und Stockerau ist derzeit nur eingleisig ausgebaut. Kreuzungsmöglichkeiten für Züge gibt es lediglich in den Bahnhöfen Göllersdorf und Sierndorf.

Im Bahnhof Hollabrunn kreuzen sich die beiden Regionalzüge Richtung Wien bzw.. Retz planmäßig.

Des Öfteren kommt es vor, dass der Regionalzug nach Retz mit Verspätung aus Wien kommt. Bei mehr als 7 Minuten Verspätung muss dieser in Göllersdorf warten und den Regionalzug und die nachfolgende S-Bahn nach Wien kreuzen lassen. Somit entsteht für Pendler Richtung Retz eine Gesamtverspätung von etwa 25 Minuten.

Durch diese Verspätung entstehen auch zahlreiche Folgeverspätungen für weitere Züge.

Daher wäre es wichtig, den Streckenabschnitt Hollabrunn – Göllersdorf zweigleisig auszubauen. Lediglich der kurze Streckenabschnitt in Breitenwaida wird vermutlich wegen Platzmangel eingleisig bleiben müssen.

Leider wird die Diskussion rund um den zweigleisigen Ausbau derzeit als Spielball der politischen Akteure genutzt. Leider wird dabei parteipolitisches Interesse vor die Interessen der Menschen gestellt. Mobilität ist ein ganz wesentlicher Faktor, um Menschen in den peripheren Regionen zu halten und deren Abwanderung in Richtung Speckgürtel bzw. Großstadt zu verhindern. Hier sollten sich vor allem die Bürgermeister im Bezirk Hollabrunn ihrer großen Verantwortung in dieser Sache bewusst sein und ein Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg sollte erfolgen.

Es kann schlichtweg nicht sein, dass aus einer 7-minütigen Verspätung eines Zuges eine 25 Minuten-Verspätung wird, Menschen dadurch ihre Familienplanung über den Haufen werfen müssen oder den Anschlussbus verpassen – und das nur weil sich die verschiedenen Akteure nicht an einen Tisch setzten und über eine zeitnahe Lösung einigen können.

Der zweigleisige Ausbau zwischen Hollabrunn und Göllersdorf ist meiner Ansicht nach mittelfristig die beste Lösung für alle Beteiligten und vor allem auch budgetär mehr als vertretbar.

 
1 Antwort
  1. Elisabeth Gruber says:

    Sollte schon längst umgesetzt sein. Leider entscheiden die, die eh nie mit dem Zug sondern mit Privatchauffeur fahren. Wies den Öffi-Pendlern geht is denen sowas von egal!

    Antworten

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